„Metamorphosen“ 60 Jahre Gerhard Almbauer




v.l.n.r. Ing. Johann Baumgartner, MAS, Mag. Siegfried Nagl, Gerhard Almbauer, Dr. Christian Buchmann

Ein ästhetischer Expressionist der Steirischen Moderne

Wenn Gerhard Almbauer mit dem Titel „Metamorphosen“ seine vierte große Schaffensperiode beginnt, so ist das für die steirische zeitgenössische Gegenwartskunst wieder ein großer Moment. Gerhard Almbauer, der mit seinem eigenen Stil bereits in der Vergangenheit Vorreiter und Pionier war, tritt mit völlig neuen Arbeiten an die Öffentlichkeit. Es sind 500 Jahre Kunstgeschichte, die uns der Künstler in subversiven Gedanken näher bringt.

 

Internationale Kunst

Gerhard Almbauer, der in über 20 internationalen Galerien vertreten ist und als Dozent an der Kunstakademie in Bad Reichenhall in Deutschland unterrichtet, hat seine Identität aus Tradition und Moderne entwickelt. Seine Farbgebung dient zur Bewusstmachung des Lebens. Sein eigenständiger Weg reicht von Aquarellen, Grafiken über Acryl und Öl bis hin zu den aktuellen Collagen.

Als Mitbegründer der KUNSTFABRIK Wien und der Akademie in Brixen/Italien setzte der große steirische Gegenwartskünstler in der Kunstvermittlung neue Akzente. Seine verdichteten Collagen basieren auf höchst ästhetischen Kompositionen, auf Erlebtem – auf Vergangenheit oder Gegenwart – und weisen dem/der BetrachterIn einen neuen Weg.

Mit kunsthistorischem Hintergrund zeigt uns Gerhard Almbauer neue Ansichten einer Welt, die tief berührend ist und technisch eine Perfektion darstellt. Bemerkenswert ist Almbauers Farbgebung und seine Hingabe zu den Menschen. Im Zentrum seines Schaffens steht der Mensch und dessen Kunstgeschichte.

 

500 Jahre Kunstgeschichte

Seine aktuellen Übermalungen spiegeln bedeutende Momente aus 500 Jahre Kunstgeschichte (von Antonio Pisanello, Botticelli, Caravaggio, Agnolo Bronzino bis Paul Gauguin) wider. In äußerster Reduktion geht er auf Kunstgeschichte ein und lässt einen breiten Raum für die persönliche Interpretation offen. Gerhard Almbauer bedient sich kräftiger Farben und bringt damit seine persönliche Haltung zum Ausdruck.

 

Diener der Schöpfung

Er selbst bezeichnet sich als Diener der Schöpfung, der sich durch realistischen Expressionismus ausdrückt. In seinen Werken setzt er Kontrapunkte mit farbintensiven Akzenten, die die Leidenschaft und das Leben reflektieren. Der figurale Ausdruck in seinen Werken ist ein Streben nach dem Dasein. Kolossales vermitteln seine großen Formate, sie zeigen die Klarheit im Schöpfungsakt.

 

Graz, 16.03.2017

Ing. Johann Baumgartner, MAS

 

Pressefoto: v. l. n. r. Kulturreferent Ing. Johann Baumgartner, MAS, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Künstler Gerhard Almbauer, Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann

 

Die Fotos sind nur bei Nennung des Copyrighthinweises honorarfrei: © Heinz Pachernegg

 

Zum Autor:

Ing. Johann Baumgartner, MAS ist Bildungs- und Kulturreferent im Steiermarkhof. Er ist Mitglied des Landeskulturkuratoriums sowie Kurator im Universalmuseum Joanneum. Außerdem ist er Mitautor von mehreren Bücher bzw. Kunstkatalogen.

 


Michaela Söll - Neue Malereien

(c) Heinz Pachernegg
Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Künstlerin Michaela Söll, Kulturreferent Ing. Johann Baumgartner, MAS

„Ein kraftvolles Statement für die weibliche Kunst“

Wenn die wichtige steirische Nachwuchskünstlerin Michaela Söll ihr erstes Kunstbuch in der Hofgalerie des Steiermarkhofs präsentiert, dann ist das nicht nur ein bemerkenswerter Moment für die Kunst in der Steiermark, sondern auch ein wichtiger Augenblick für weibliche Kunst in Österreich. Mit internationalem Stil richtet sich die Künstlerin an ihre/n Betrachter/in. Es ist keine einfache Kost, doch ihre Werke widerspiegeln verborgene Verletzungen, die ohne Zensur an die Öffentlichkeit gelangen. Michaela Söll wurde in den wilden 60er-Jahren in Spielfeld/Straß in der Südsteiermark geboren, bereits in ihrer Jugend setzte sie sich intensiv mit der Malerei auseinander. Von 1989 bis 1991 besuchte sie die Meisterschule bei Prof. Gerhard Lojen in Graz (eine große Personale von ihm wurde in der Vergangenheit bereits im Steiermarkhof präsentiert) und absolvierte ihr Malerei- und Grafikstudium bei Prof. Gunter Damisch an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Aktuell lebt und arbeitet die freischaffende Künstlerin in Wien. Mit „Neue Malereien“ in der Hofgalerie macht Michaela Söll sehr eindrucksvoll auf sich aufmerksam. Mit äußerster Ästhetik geht die Künstlerin auf die Gefühle der Frauen ein und eröffnet einen breiten Raum für die persönliche Interpretation. Intuitiv erkennt und spürt man die Spannung dieser Kunstwerke.

Die Hofgalerie im Steiermarkhof ist ein Raum für zeitgenössische Kunst. Seit der Gründung 1971 fördert die Hofgalerie Gegenwartskunst von nationalen und internationalen KünstlerInnen, im Fokus stehen junge Kunstschaffende der Steiermark. Inhaltliche Fragestellung, aktueller Bezug und kritische Themen waren wichtige Kriterien für die gegenwärtige Ausstellung von Michaela Söll. Vordergründig stehen das Selbstverständnis und die gesellschaftliche Position von Frauen im Fokus. Als Kulturreferent im Steiermarkhof ist es mir wichtig, die künstlerische Leistung von Michaela Söll aufzuzeigen und ihr eine Plattform zu geben.

Die Ausstellung ist nicht nur ein kraftvolles und wichtiges Statement für die weibliche Kunst, sondern bewirkt auch ein Herantasten und Annehmen befremdender Frauenporträts auf Seiten der Beobachter. Viele dieser weiblichen Positionen fordern den/die Betrachter/in heraus, um mögliches Vorgefertigtes neu zu überdenken oder zu definieren. Es ist keine Klammer, sondern ein offener Prozess, der persönliche Interpretation ermöglicht. Michaela Söll setzt die Weiblichkeit ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens, ihre Exponate vermitteln den Eindruck von strukturellen Fehlstellungen, Verzerrungen oder Unschärfen, wobei Vereinzelung und Isolation für den/die Betrachter/ in transparent gemacht werden. Besonders zeichnet die Künstlerin das Spezifikum aus, dass sie nicht große Meister kopierte, sondern ihren eigenen Stil entwickelte. Mit ihrem eigenständigen Weg in der Kunst setzt sie Kontrapunkte und taucht ab in ihr eigenes ICH. Es ist die Leidenschaft und die Tiefe des Lebens, die sie uns vor Augen führt. In diesem Balanceakt werden wir von der steirischen Künstlerin bewusst an die Grenzen des Erklärbaren geführt. Abschließend möchte ich mich beim steirischen Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann, bei der Galerie artepari sowie bei der Landwirtschaftskammer Steiermark sehr herzlich bedanken. Ohne deren Unterstützung wäre diese Ausstellung im Steiermarkhof nicht möglich gewesen. Der Malerin Michaela Söll möchte ich zur bemerkenswerten Ausstellung in der Hofgalerie des Steiermarkhofs sehr herzlich gratulieren.

 

Ing. Johann Baumgartner, MAS


Bildungsauftakt im Steiermarkhof

(c) Christine Kipper
Bildungsteam: DI Dieter Frei, Elisabeth Pucher-Lanz, Mag.a Bärbel Pöch-Eder, Klara Karin Schöttel, Ing. Johann Baumgartner, MAS

Bildung bewegt.

 

Über 200 Angebote sowie hochkarätige Fachbeiträge

 

1. österreichisches Bildungsmagazin / Präsentation der vier Bildungsschwerpunkte

 

„Bildung bewegt“ heißt das unverkennbare Motto des Steiermarkhofs.

Mit dem ersten österreichischen Bildungsmagazin hat der Steiermarkhof in der Bildungsarbeit einen Meilenstein gesetzt. Ziel des ersten österreichischen Bildungsmagazins ist es, nicht nur über verschiedene Bildungsangebote aus den vier Schwerpunkten zu informieren, sondern gleichzeitig mit Fachbeiträgen eine inhaltliche Auseinandersetzung zu schaffen. Das Herzstück der Bildungsarbeit im Steiermarkhof sind die vier Bildungsschwerpunkte: Lebensgestaltung & Persönlichkeitsbildung, Ernährung & Gesundheit, Kreatives Gestalten sowie Kunst & Kultur.

Am Mittwoch, den 28. September stellte das Bildungsteam des Steiermarkhofs mit dem Leiter DI Dieter Frei das neue „Bildungsmagazin“ für die kommende Bildungssaison vor.

Neben den rund 200 Angeboten in den vier Bereichen gibt es auch heuer wieder hochkarätige Fachbeiträge zum Thema Bildung.

Der Literaturkritiker und Kulturpublizist Univ. Prof. Konrad Paul Liessmann schreibt in seinem aktuellen Gastkommentar über die „Steuererklärung statt Lyrikinterpretationen“,  es ist ein starkes Plädoyer für eine humanistische Bildung.

High­light wie „Steirisch WOKEN“, „Naturkosmetik“ oder „Winters Garten“ - Literatur von der jungen Nachwuchsschriftstellerin Valerie Fritsch, runden das umfangreiche Kursprogramm ab.

Das Steiermarkhof Bildungsmagazin ist unter www.steiermarkhof.at, per Mail office@steiermarkhof.at oder unter 0316/8050-7111 kostenlos erhältlich.

Pressefoto: v. l. n. r. Bildungsteam, DI Dieter Frei, Elisabeth Pucher-Lanz, Mag.a Bärbel Pöch-Eder, Klara Karin Schöttel, Ing. Johann Baumgartner, MAS

Die Fotos sind nur bei Nennung des Copyrighthinweises honorarfrei: © Christine Kipper

 

Graz, 29.09.2016 


Literatur – Shootingstar zu Gast im Steiermarkhof

v.l.n.r. Johann Baumgartner, Valerie Fritsch

 

Valerie Fritsch las aus ihrem Endzeitroman „Winters Garten“

Der Steiermarkhof lud zu einer Lesung mit Valerie Fritsch und viele Gäste kamen, um die bedeutende steirische Nachwuchsschriftstellerin Valerie Fritsch zu hören. Neben der literarischen Darbietung aus dem Roman Winters Gartern gab es auch steirische Schmankerln sowie feinsten Jazz.  

Zur Eröffnung sprach der Kulturreferent des Steiermarkhofs Johann Baumgartner.

Valerie Fritsch

Geboren 1989 in Graz, Studium an der Akademie für angewandte Photographie, Veröffentlichungen in Literaturmagazinen und im Rundfunk. Arbeit für Theater- und Filmtexte. Zahlreiche Preise und Literatur-Stipendien, zuletzt den Peter Rosegger -Preis, sowie den Kelag- und Publikumspreis des Bachmannwettlesens. Reisen rund um die Welt von Afrika bis in den wilden Osten.

 

Valerie Fritsch ist Schriftstellerin, Photokünstlerin und Reisende.

Ihr Roman „Winters Garten“ ist 2015 bei Suhrkamp erschienen.

Foto: v. l. n.r. Johann Baumgartner, Valerie Fritsch

Fotos: Fotostudio Pachernegg

 

Graz 27.09.2016


„The Language of Textile“ – internationale Fiber Art Ausstellung

Pressefoto: v. l. n. r. Renate Maak, Ingeborg Pock, Akihiko Izukura, Johann Baumgartner

 

300 BesucherInnen bei der Eröffnung / fast 100 Exponate / über 3.500 Personen sahen die Ausstellung 

Fiber Art im eigentlichen Sinn präsentierten die beiden renommierten Textilkünstlerinnen Renate Maak und Ingeborg Pock. Gemeinsam mit dem japanischen Weltkünstler Akihiko Izukura fand im Steiermarkhof, anlässlich der größten Fiber Art- Ausstellung  in Österreich, eine umfassende Präsentation.

Renate Maak brachte die Moderne der Textilkunst in den 80er-Jahren nach Österreich und wird nicht müde, das Kunstpublikum mit dieser spannende Kunstform zu konfrontieren. Die Begeisterung der BesucherInnen war auch bei der Ausstellung „The Language of Textile“ zu sehen.  

Ingeborg Pock verknüpfte Farben und Formen in einem lebendigen Wechselspiel. Es ist vor allem die Variabilität der Textilien, welche die Künstlerin immer wieder aufs Neue inspiriert.

Der japanische Künstler Akihiko Izukura reiste mit seinen besten SchülerInnen an und installierte mit „Fork in the tube“ einen 10 Meter langen Seidentunnel im Außenbereich des Steiermarkhofs, dazu waren mannigfaltige Perspektiven der Textilkunst erlebar.

„Bei dieser spannenden Kunstform – Fiber Art – werden nicht nur internationale Trends sichtbar, sondern sie befruchtet auch ganz wesentlich die heimische Szene.“, so der Kulturreferent des Steiermarkhofs Johann Baumgartner.

Insgesamt 300 Personen besuchten am Montag, den 04.Juli 2016 die Ausstellungseröffnung „The Language of Textlie“ im Steiermarkhof. Neben den zahlreichen BesucherInnen waren auch Ehrengäste wie die Landtagsabgeordnete Univ.-Prof. Dr.in Sandra Wallner-Liebmann oder der Kulturstadtrat a.D. Karl-Heinz Herper anwesend. Die Eröffnung absolvierte der Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl sowie die Kunsthistorikerin Dr.in Tanja Gurke.

Die Ausstellung, mit einer Gesamtanzahl von 100 Exponaten, war bis zum 24. Juli 2016 in der Hofgalerie des Steiermarkhofs zu sehen und nahezu weitere 4.000 Besucher kamen im Zuge ihres Aufenthalts mit der Textilkunst in Kontakt.

Pressefoto: v. l. n. r. Renate Maak, Ingeborg Pock, Akihiko Izukura, Johann Baumgartner

Die Fotos sind nur bei Nennung des Copyrighthinweises honorarfrei: © Heinz Pachernegg

Graz, 28.07.2016 



Foto: v.l.n.r. Kulturreferent Johann Baumgartner, Künstler Gerald Brettschuh, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Generalvikar Heinrich Schnuderl, Kulturlandesrat Christian Buchmann und Gemeinderat Georg Topf.

Größte Brettschuh Schau im Steiermarkhof

700 Besucher kamen zur Eröffnung / 180 Kunstwerke/ Steiermarkhof

 „Landschaft“

 

Wenn sich der große steirische Maler Gerald Brettschuh mit der Ausstellung „Landschaft“ in der Hofgalerie des Steiermarkhofes präsentiert, dann ist das nicht nur ein großer Moment für den Steiermarkhof, sondern ein bedeutender Augenblick für die Gegenwartskunst der Steiermark.

Gerald Brettschuh verfügt über eine sehr ausgeprägte Handschrift, mit der er seine persönliche Haltung zum Ausdruck bringt. In seinen Arbeiten rückt er die Steiermark ins Zentrum seines künstlerischen Schaffens.

Nicht mit idyllischen Ansichten oder klischeeartigen Übertreibungen, sondern mit neuen, tiefgründigen Sichtweisen erzählt er Geschichten über sein Südsteirisches Land. Es sind Geschichten, die sich auf dem harten Boden der Realität zutragen. Nicht verstecken, sondern herausarbeiten, das Sichtbarmachen ist ihm ein Anliegen. Der besondere Blick, die Farbgebung, sowie Unschärfen dienen zum Bewusstmachen des Erlebten. Seine großen Bilder vermitteln aufregende Einblicke in schöpferische Geheimnisse.

Identität entwickelte Gerald Brettschuh aus Tradition und Moderne. Sein künstlerisches Schaffen ist erfüllt von Erlebnissen mit Mensch und Natur. In Zurückgezogenheit und Ruhe entwickelt er seine Kunst in Arnfels, seine Arbeiten hingegen treten lautstark an die Öffentlichkeit.

Seine Ausstellung in der Hofgalerie spannt den Bogen von neuen Arbeiten, noch nie gezeigt, bis älteren, kaum ausgestellten. Das Euvre beinhaltet viele versteckte Landschaften, in denen wir uns selber sehen, weil Menschen fast immer im Bilde sind.

Die mittleren und kleinen Formate zeigen seinen eigenständigen malerischen Weg. Mit Liebe geht er auf die Landschaft ein und lässt weiten Raum für persönliche Interpretationen offen. Die großen Bilder tendieren ins Monumentale und sind von schöpferischer Klarheit.

Insgesamt 700 Personen kamen am Mittwoch den 24.02.2016 zur Ausstellungseröffnung „Landschaft“ von Gerald Brettschuh in den Steiermarkhof. Neben den reichlichen BesucherInnen waren auch viele Ehrengäste wie Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Landtagspräsidentin Dr. Bettina Vollath,  Generalvikar und Dompfarrer Dr. Heinrich Schnuderl, Gemeinderat DI Georg Topf, Leiter der Kulturabteilung Mag. Patrick Schnabl und Landesamtsdirektor a.D. Dr. Gerold Ortner anwesend. Die Eröffnung absolvierte der Wirtschafts- und Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann.

Die Ausstellung, mit einer Gesamtanzahl von 180 Exponaten, ist noch bis zum 24.03.2016 in der Hofgalerie des Steiermarkhofs zu sehen.

Die Fotos sind kostenlos unter Angabe: Foto Pachernegg zu verwenden

Graz, 25.02.2016


Die Grazer Hofgalerie startet in den Kultur-Herbst

Gerhard Lojen - Bildform-Bildraum (c) H. Pachernegg
Gerhard Lojen - Bildform-Bildraum (c) H. Pachernegg
Gerhard Lojen - Bildform-Bildraum (c) H. Pachernegg

Brettschuh, Fritsch und Co.

Mit dem bereits traditionellen Kulturauftakt im Herbst präsentiert die Hofgalerie Mitte September ihr neues Jahresprogramm. Abwechslungsreiche Ausstellungen mit Künstlern der steirischen Moderne, internationale Textilkunst, Literatur, Film und Musik - bekannte Namen, junge Künstler und der eine oder andere Geheimtipp sollen 2015/2016 das Interesse des Grazer Publikums wecken.

„Steirische Landschaften“ – 75 Jahre Gerald Brettschuh

Das große Highlight im Zeichen der bildenden Kunst 2016 wird die Jubiläumsausstellung zum 75. Geburtstags des Malers Gerald Brettschuh sein. Die Bilder des gebürtigen Steirers gelten als Inbegriff südsteirischer Lebenslust. Die Ausstellung in der Hofgalerie würdigt seine Landschaftsbilder. Als Inspiration, Motiv und Energiequelle diente dem Maler der Montekogel. Brettschuh malte ihn, und vieles was vor, über und um ihn herum passierte im Wechsel der Jahreszeiten. Die Vernissage findet am 24.2.2016 um 19:30 statt. Zu sehen bis zum 24. März.

Junge Kunst und ein Klassiker der Steirischen Moderne

Neben großen Namen, und arrivierten Locals setzt der Leiter der Hofgalerie, Johann Baumgartner, auch weiterhin auf junge Kunst. Mitte Oktober lädt er zu „einer künstlerischen Begegnung mit dem Schwein“. Die Ausstellung „Ringelschwänzchenschnitzel“ präsentiert Arbeiten der vierten Grafikklasse der Grazer Ortschweinschule unter der Leitung von Oswald Seitinger. Zu sehen von 16. Oktober bis 17. Dezember. Als Gegengewicht findet quasi zeitgleich die Ausstellung „Bildform-Bildraum“ des Künstlers Gerhard Lojen statt. „Kaum ein Künstler verkörpert das Schicksal der Moderne in der Steiermark so präzise wie er, „so Baumgartner. Zu sehen vom 3. Oktober bis zum 3. Dezember 2015.   

Internationale Textilkunst mit Renate Maak, Ingeborg Pock und Akihiko Izukura

Die Ausstellung „Der Kunst verschrieben“, zu sehen vom 5. bis zum 24. Juli, zeigt auf sensible Weise, wie sich Textilkunst zu einer international anerkannten Kunstrichtung entwickelt hat, und Graz zu einer fixen Größer dieser Kunstdisziplin wurde. Parallel dazu läuft eine Ausstellung des international renommierten Textilkünstler Akihiko Izukura, dieser präsentiert japanische, zeitgenössische Textilkunst.

Gerechtigkeit durch Kunst: „Dream Rights – Art Project for children“

Die Hofgalerie widmet dem 15 jährigen Jubiläum von „Graz als Stadt der Menschenrechte“ die Ausstellung „Dream Rights – Art Project for children“ „Viel zu schnell greifen die Krallen der Diskriminierung, des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit um sich. Als Bildungs- und Kulturreferent ist es mir wichtig, die Einzigartigkeit der Menschen unabhängig von ihrer Hautfarbe, Kultur, Religion oder politischen Einstellung ins Zentrum meiner Arbeit zu stellen,“ so Baumgartner. Zu sehen ab dem 14. Jänner 2016.

Das gesamte Programm der Hofgalerie ist unter www.steiermarkhof.at/hofgalerie zu sehen.


Steirisches Landeswappen für den Steiermarkhof

(c) Heinz Pachernegg
Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und LK Präsident Franz Titschenbacher (c) Heinz Pachernegg
LK Vizepräsidentin Maria Pein, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, LK Präsident Franz Titschenbacher (c) Heinz Pachernegg
Team des Steiermarkhofs bei der Überreichung des Landeswappens (c) Heinz Pachernegg
Kammeramtsdirektor Werner Brugner, LK Vizepräsidentin Maria Pein, LH Hermann Schützenhöfer, LK Präsident Franz Titschenbacher, Leiter Steiermarkhof Dieter Frei, Landesrat Johann Seitinger (c) Heinz Pachernegg

Hohe Auszeichnung für das Bildungshaus der steirischen Landwirtschaftskammer. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer überreichte die Urkunde zur Führung des steirischen Landeswappens.

Bildung bewegt.

2.000 Weiterbildungsveranstaltungen mit 60.000 TeilnehmerInnen. Heute überreichte Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer das steirische Landeswappen an das erfolgreiche Bildungshaus Steiermarkhof der steirischen Landwirtschaftskammer. Mit 2.000 Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen und 60.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern pro Jahr ist der Steiermarkhof eines der aktivsten Bildungshäuser Österreichs und setzt damit bundesweite Maßstäbe. Seit 65 Jahren bietet der Steiermarkhof, vormals Raiffeisenhof, Aus- und Weiterbildungsangebote für die steirischen Bäuerinnen und Bauern an. Mit seinem Weiterbildungsangebot übt der Steiermarkhof auch eine wichtige Brückenfunktion zwischen ländlicher und städtischer Bevölkerung aus – er ist wichtiger Treffpunkt von Stadt und Land. Einen großen Namen hat sich der Steiermarkhof bei Künstlern und Kulturinteressierten gemacht – mit seinen höchst erfolgreichen Ausstellungen ist der Steiermarkhof auch Zentrum für die bildende Kunst.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer: „Der Steiermarkhof ist ein offenes Haus und eine Bildungsschmiede: Das hier erworbene Wissen wird in die Regionen getragen und stärkt nachhaltig den ländlichen Raum. Ich bedanke mich beim gesamten Team für die hervorragend geleistete Arbeit, für das „Brückenbauen“ zwischen der Tradition und der Moderne und das außergewöhnliche Engagement, das in dieser Bildungseinrichtung an den Tag gelegt wird. Ich gratuliere sehr herzlich zur Führung des Steirischen Landeswappens.“

Präsident Franz  Titschenbacher: „Ich bin sehr stolz darauf, das steirische Landeswappen für unsere Leistungen als Bildungshaus in der Aus- und Weiterbildung der Bäuerinnen und Bauern, als Begegnungsstätte zwischen Stadt und Land sowie Treffpunkt für Kulturschaffende erhalten zu haben. Das steirische Landeswappen ist Auftrag für uns,  diese wichtigen Aufgaben künftig ebenso engagiert und mit Weitblick fortzuführen“.

Tagen und Bilden im Grünen. Nach einer Umbau- und Sanierungsphase wurde 2013 der Steiermarkhof mit einem modernst ausgestatteten Steiermarksaal, der bis zu 400 Personen für Tagungen, Konferenzen und Veranstaltungen Platz bietet, wiedereröffnet. Zu den bisher 16 Seminarräumen kamen vier neue, erstklassig ausgestattete, klimatisierte Seminarräume hinzu. Außerdem wurden im Zuge der Sanierungsarbeiten die Zimmer erneuert und 300 neue Parkplätze geschaffen.

Der am Stadtrand gelegene Steiermarkhof bietet nicht nur Bildung im Grünen, alle Seminarräume sind nach steirischen Regionen und Bergen und die erneuerten Zimmer nach heimischen land- und forstwirtschaftlichen Produkten genannt. So heißen die Seminarräume beispielsweise Dachstein, Schloßberg, Schilcherland oder Apfelstraße. Nächtigen kann man beispielsweise im steirischen Apfelzimmer, im steirischen Kürbiskernölzimmer oder im Pöllauer Hirschbirnenzimmer.

Erstes österreichisches Bildungsmagazin mit Seminarangeboten

„Bildung bewegt, heißt das unverkennbare Motto des Steiermarkhofes. „Mit dem ersten österreichischen Bildungsmagazin hat der Steiermarkhof in der Bildungsarbeit einen Meilenstein gesetzt. Ziel des ersten österreichischen Bildungsmagazins ist es, nicht nur über verschiedene Bildungsangebote aus den vier Schwerpunkten zu informieren, sondern gleichzeitig mit Fachbeiträgen eine inhaltliche Auseinandersetzung zu schaffen.

Graz, 1. Juli 2015


Edith Temmel: "10 Jahre styrianARTfoundation"

Edith Temmel (c) Heinz Pachernegg

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Ehrengäste, liebe Künstler und Künstlerinnen,

Liebe Freunde!

Nun haben wir also die vielen Facetten inspirierten Schaffens steirischer Künstler  und Künstlerinnen im Rahmen von 10 sommerlichen Klausuren hier in diesen Räumen vorgestellt.

Lieber Hans Baumgartner, vielen Dank dass Du uns diese umfangreiche Ausstellung in den gesamten Räumlichkeiten des Steiermark-Hofs ermöglicht hast.

Die Ausstellung dokumentiert die Vielfalt und künstlerische Qualität, welche in diesem Land erkennbar wird.

Aus diesem Grund möchte ich gerne in Dankbarkeit  Emil Breisach zitieren, welcher für das steirische Kulturleben unschätzbar viel Gutes geleistet und ins Leben gerufen hat.

Ich zitiere aus dem Katalog-Vorwort zur Ausstellung „Meisterwerke  der Steirischen Moderne“ aus dem Jahr 2003,  wo er folgendes feststellt:

…“Als Zeitzeuge“ , schreibt er im genannten Katalog aus dem Jahr 2003, „kenne ich seit Jahrzehnten die Klage der heimischen Künstler, aber auch von Besuchern aus ganz Österreich und aus dem Ausland, dass es in Graz keinen Ausstellungsort gibt, wo (permanent) und im Wechsel  Aspekte des regionalen Kunstgeschehens im 20. Jahrhundert präsentiert werden“. …….

Und  ich zitiere weiter:

….“ Es ist die dringende Frage zu stellen, wie endlich eine Sammlung der Steirischen Moderne zu begründen und in welchen Räumen sie unter wechselnden Aspekten zu zeigen sei…“

Diese Frage ist noch offen.

Diese Frage  war jedoch Ursache und Ausgangspunkt zur Wiederbelebung der 24 legendären Künstlerklausuren Josef Finks im Jahr 2003, als in diesem Jahr die Stadt Graz zur europäischen Kultur-Hauptstadt ausgerufen wurde.

Emil Breisach war es zu verdanken, dass auf Burg Rabenstein bei Frohnleiten eine umfangreiche Dokumentation steirischen Kunstschaffens der Moderne , bis zum Jahr 2003, gezeigt werden konnte.

Es war mir ein großes Anliegen, Josef Finks Vision eines klassischen Symposiums (Symposium= wissenschaftliche Konferenz)  für steirische Kunstschaffende wieder aufleben zu lassen,  es zu ermöglichen, dass Künstlerpersönlichkeiten verschiedenster Ausprägung drei Wochen lang zu einem gemeinsamen Thema in vielfältiger Art Position beziehen können, und dass die entstandenen Ergebnisse dann auch ausgestellt und  gewürdigt werden.

Ich konnte mir damals nicht vorstellen, dass es gelingen könnte, für die Wiederbelebung von Josef Fink`s Künstlerklausuren auch Sponsoren und Organisatoren zu finden.

Und ich kann hier sagen : Es war das größte Glück , dass sich Margret Roth vor  zwölf  Jahren spontan für die Realisierung dieser Idee mit ihrer ganzen Persönlichkeit eingesetzt hat. Es ist ihr zu verdanken, dass die StyrianARTfoundation gegründet wurde. Sie hat in großartiger und selbstloser Weise  die organisationstechnischen Fragen übernommen, Sponsoren gefunden, Transport- und sonstige Probleme gelöst und auch persönlichen Kontakt zu den Künstlern und Künstlerinnen aufgenommen. Ohne Margret, (das musst Du aushalten,) wäre von Anfang an keine Klausur möglich gewesen.

Nun blieb die Frage, an welchem Ort  die Klausuren stattfinden sollten.

Auf „gut Glück“ sprach ich bei Pater August Janisch im Stift Rein vor, denn ich hatte in Erinnerung dass Pater August einige Jahre zuvor die Pfarr-Galerie in Hartberg geleitet hatte. Die ausstellenden Künstler konnten sehr oft auf eine Empfehlung von Josef Fink verweisen.

Sowohl der damalige Abt, Petrus Steigenberger , als  auch dankenswerter Weise der Leiter des Gymnasiums Stift Rein, Direktor Martin Barth, sagten Unterstützung zu. Auch Frau Direktor Dr. Renate Oswald  in dessen Nachfolge stellte uns großzügig Räume zur Verfügung, welche die Künstler und Künstlerinnen drei Wochen lang in den Sommerferien als Ateliers nützen konnten.

Es war ein großes Privileg für uns alle, im geschützten Areal des Welt-ältesten Zisterzienser- Stiftes Rein arbeiten und wohnen zu dürfen.

Vor allem aber war es wohl die besondere Atmosphäre von Jahrhunderte alter spiritueller Tradition, und die Stille der klösterlichen Enklave  mitten im Wald von Stift Rein, welche sehr oft beigetragen haben  zur Selbstfindung im künstlerischen Schaffensprozess. Soweit man „Freiheit als ästhetischen Begriff“( Richard Rubinig) verstehen kann, waren hier alle Voraussetzungen gegeben.

Im ersten Jahr der Klausur hat der Grazer Künstler und Dokumentarfilmer Heinz Trenczak, welcher ja auch Teilnehmer der Klausur war, eine einfühlsame Filmdokumentation der künstlerischen Begegnungen, der Gespräche und Arbeitsprozesse aufgenommen, welche dann unter anderem auch im Grazer Rechbauer-Kino gezeigt wurde.

Im Laufe dieser 10 vergangenen Jahre sind neben der künstlerischen Arbeit auch viele fröhliche Erinnerungen geblieben, vor allem in den ersten beiden Jahren die Begegnung mit den Musikern der Steirischen Kammermusik, welche uns auch zum Abschlusskonzert eingeladen hatten.

Mein Dank an alle Sponsoren, welche auch bereits Margret Roth genannt hat, Herrn Direktor Mag. Martin Gölles von der Hypo-Steiermark, dem Land Steiermark, der Stadt Graz, Herrn Josef Schurz mit der Agentur Josef und Maria, als auch ganz besonders der Firma Saubermacher und Kommerzialrat Hans Roth, und allen unseren Kuratoren, ganz besonders Erwin Fiala, welcher uns von Anfang an beratend  begleitet hat.

Mein besonderer Dank gilt aber auch allen Künstlern und Künstlerinnen, welche sich dem Kampf  mit der Leinwand, mit den Farben, mit anderen Materialien bis hin zum Experiment, und zuweilen dem Kampf mit sich selber unterzogen haben. Sie alle haben dazu beigetragen, steirische Gegenwartskunst sichtbar zu machen.

Es besteht ja nach- wie vor die Gefahr für eine ganze Generation von Künstlern und Künstlerinnen in diesem Lande, in Vergessenheit zu geraten. Das hat zumindest Professor Götz Pochat im Jahr der europäischen Kulturhauptstadt festgestellt. Eine permanente Schau dieser Kunst ist bisher noch nicht erkennbar geworden.

Doch, wie es so schön heißt, die Hoffnung stirbt zuletzt.

In diesem Sinne bleibe ich weiterhin zuversichtlich und danke allen geneigten Zuhörern und Zuhörerinnen

für ihre Geduld.

Vielen Dank!

Edith Temmel


Jorj Konstantinov
KünstlerInnen (c) Jorj Konstantinov
KünstlerInnen (c) Jorj Konstantinov

Eröffnung "10 Jahre styrianARTfoundation"

Graz, am 26. Februar 2015

Ausstellungseröffnung im Steiermarkhof und Plakat-Aktion „Kunst auf der Straße“:

„10 Jahre styrianARTfoundation – 102 Künstler/innen“

Nach der zehnjährigen Tradition der Steirischen Künstler/innen-Klausur mit mehr als 100 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern präsentierte die styrianARTfoundation am Donnerstag, den 26. Februar 2015, erstmals das gesamte Spektrum der dabei entstandenen Werke in einer großen Ausstellung im Steiermarkhof in Graz. „Wenn etwas festzustellen ist“, sagte Kurator Mag. Dr. Erwin Fiala zur Eröffnung, „dann die Tatsache, dass alles – und sei es noch so unscheinbar und alltäglich – zum künstlerischen Gestaltungsmittel und damit auch zum ästhetischen Phänomen werden kann.“

Zeitgleich zur Ausstellungseröffnung startete die styrianARTfoundation die Aktion „Kunst auf der Straße“: Die Werke aller 102 Künstlerinnen und Künstler werden in der Stadt als 24-Bogen-Plakate zu sehen sein – dort, wo normalerweise kommerzielle Werbung das Bild bestimmt. Die Idee dahinter ist, Kunst für alle und für jeden sichtbar zu machen und ihr einen Platz im hektischen Alltag zu verschaffen. Auch die Plakate werden vor dem Steiermarkhof erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.

Kunst in Bezug zur Gesellschaft

„Kunst auf der Straße“ drückt den Anspruch sowohl der styrianARTfoundation als auch der Künstlerinnen und Künstler aus, Werke zu schaffen, die etwas aussagen über die Zeit und die Gesellschaft, in der wir leben. Kurator Fiala sagte dazu: „In so manchen Werken zeigt sich, dass der künstlerische Impuls die ‚Schattenseiten’ der Gesellschaft nicht nur ‚verwertet’ sondern im wahrsten Sinne des Wortes ‚upcycled’! Und dies geschieht oft mit Ironie, Experimentierlust und spielerischer Leichtigkeit – gleichsam mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“ Zur Ausstellungseröffnung und zum Start der Plakat-Aktion hob Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann besonders die gelungene Vernetzung von Künstlerinnen und Künstlern mit Unternehmen hervor, für die sich die styrianARTfoundation nun seit zehn Jahren einsetzt. Außerdem sprachen Steiermarkhof-Kulturreferent Johann Baumgartner, MAS, die Kuratoren Mag. Dr. Erwin Fiala und Mag. Günther Holler-Schuster sowie die styrianARTfoundation-Obfrauen Prof. Edith Temmel und Margret Roth.

Dank an die Unterstützer HYPO Steiermark und Saubermacher

Obfrau Roth sprach anlässlich des zehnjährigen Jubiläums ihren Dank an die Unterstützer der styrianARTfoundation aus. „Ich danke der HYPO Steiermark, insbesondere Generaldirektor Mag. Martin Gölles, dem die Künstler/innen auch persönlich ein Anliegen sind, und dem Saubermacher, meinem Mann Hans Roth, für die vielen Ankäufe.“

HYPO-Steiermark-Generaldirektor Gölles wies auf die wichtige Beziehung zwischen Kunst und Wirtschaft hin: „Die Förderung von Kulturleistungen ist immer auch ein Beitrag zur Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Kunst bringt Menschen zusammen, liefert den fruchtbaren Boden für gute Gespräche, für neue Kontakte, für die Stärkung von Geschäftsbeziehungen. Die HYPO Steiermark wird auch weiterhin eng mit der styrianARTfoundation kooperieren und sich an Ausstellungen beteiligen.“

Ausblick auf die künftige Arbeit der styrianARTfoundation

Nach zehn produktiven Steirischen Künstler/innen-Klausuren konzentriert sich die styrianARTfoundation nun künftig darauf, Kunst aus der Steiermark über die Landesgrenzen hinaus bekannter zu machen. „Wir möchten zeigen, wie intensiv und facettenreich sich steirische Künstlerinnen und Künstler mit den relevanten Fragen unserer Zeit auseinandersetzen“, sagt Obfrau Roth.

Details zur Ausstellung

Interessierte haben vom 27. Februar bis zum 26. März 2015 Gelegenheit, sich die Ausstellung im Steiermarkhof in der Krottendorferstraße 81 in Graz anzusehen. Geöffnet ist sie montags bis samstags von 8:00 bis 18:00 Uhr, sonn- und feiertags auf Anfrage. Kontakt 0316/8050-7191.

http://www.steiermarkhof.at/

Führungen durch die Ausstellung für Schulklassen oder Kunstinteressierte sind nach Voranmeldung bei Katrin Weninger möglich. Kontakt 0664/9155163

(c) Presseaussendung: Agentur JUM communication - josef und maria


Besuch im Steiermarkhof

Am Montag, 9. Februar 2015 durften wir Landesrat Dr. Christian Buchmann, Künstler Michael Raimann und Rita Leitner zur Ausstellungsbesichtigung („Zeichen der Zeit - Jörg Leitner und Michael Raimann“) bei uns begrüßen.

 

 

(c) Steiermarkhof / Salsnig
Landesrat Dr. Christian Buchmann beim Eintragen ins Gästebuch
Michael Raimann, Rita Leitner, Dr. Christian Buchmann, Ing. Johann Baumgartner, MAS (v.l.n.r.)

Klaus Wanker

Foto: Heinz Pachernegg
Foto: Heinz Pachernegg

Einladung

Klaus Wanker

1969 in Graz geboren

1996 Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste, Wien

1997 Auslandsstipendium bei Prof. S. Anzinger an der Kunstakademie, Düsseldorf

1998 Studium bei Prof.in Sue Williams

1999–00 Studium bei Prof. Adi Rosenblum

2000 Diplom an der Kunstakademie, lebt und arbeitet in Graz

 

Retinale Unruhe

Katrin-Rosalind Bucher [Kunsthaus Graz]

Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin, dass man neue Landschaften sucht. Sondern dass man mit neuen Augen sieht.

Klaus Wanker betreibt ein vorwärts strebendes Sehen durch Malerei. Er schafft Bilderserien, die sich mit dem physikalischen Akt des Sehens durch einen Zeitverlauf einerseits und dem inhaltlichen Sehen andererseits jenseits einer vermeintlich realen Jetztzeit beschäftigen. Bereits seine früheren Arbeiten aus den 1990er-Jahren sind Bildvisionen, in denen innere und äußere Glätte in scharfkantiger Manier aufeinandertreffen. In ihrer „Überbelichtung“ sind sie inspiriert von arrogant abweisenden Modellgesichtern aus Hochglanzmagazinen und fungieren gleichzeitig als Zeugen der Widersprüchlichkeit objektiven wissenschaftlichen Sehens durch die Linse.

In kühler Farbigkeit irritieren und faszinieren diese stilisierten Farbfeldvisionen einer marktorientierten Konsum- und Fetischkultur und sind malerische Bildvisionen einer von Künstlichkeit geprägten Welt. Es handelt sich inhaltlich, aber auch formal um eine durch die amerikanische Bildtradition geprägte Arbeitsweise. Die Wahl der übergroßen Formate etwa oder die kontur- und kontrastreiche Malweise knüpfen an die dortigen malerischen Auseinandersetzungen nach den 1960er-Jahren an – unter anderen an den Gesellschaftsmaler Alex Katz, dessen Arbeiten weitgehend die vermeintliche Freiheit einer Generation Pop beschwören. Wankers Figuren – mit ihren entleerten Blicken, ihren abgewandten Gesichtern und tiefen Schatten unter den Augen – ist jedoch deutlich die kritische Haltung der 1990er eigen und er scheint ebenso geprägt von der Nachfolgegeneration um Elisabeth Peyton oder Sue Williams – die an der Akademie in Wien seine prägendste Lehrerin war.

 

Die Realität ist marginal.

Seine jüngeren Arbeiten, die seit ca. 2011 in vielteiligen Serien entstehen, sind erneut seltsam entrückte Visionen einer anderen Welt. An den Grenzen der Abstraktion untersuchen sie ein Aufeinandertreffen von Fiktion und Realität. Als malerische Interpretationen sind sie dabei in der Farbwahl absolut und benutzen die gesamte Palette des Lichts und der Dunkelheit: einerseits mit einer Serie in den Nicht-Farben Schwarz-Weiß bis zu den heute dominierenden Serien von strahlender Farbigkeit. Sie widmen sich der Künstlichkeit eines Ortes, die von visualisierten Raumstrukturen aus naturwissenschaftlichen sowie technischen Wissenschaftspublikationen stammen könnten oder in denen molekulare Kämpfe unter dem Auge des Elektronenmikroskops zur surrealen und gleichzeitig metaphysischen Wirklichkeit werden.

Als Ikonen der Forschung entsprechen diese großformatigen Ölbilder den Evokationen düsterer Science-Fiction-Filme und werfen hellsichtige Blicke in eine beunruhigende, bereits unmittelbar immanente Landschaft hinter der alltäglichen Oberfläche. In ihrer Technik, in ihrer Form, wie auch in ihrem Inhalt berichten sie von den Grundstrukturen einer zerstörerischen, wenn auch geradezu alttestamentarisch schönen und zutiefst verstörenden Schöpfung.

Titel wie Land(s)capes, Hybrid Bastards oder Melancholie einer Vorahnung machen deutlich, wie sehr in den seriellen Arbeiten das Durchdringen von Zuständen, Situationen und Techniken eine tragende Rolle spielt. Als Bauingenieur und Maler ausgebildet, interessiert Wanker die physikalische Struktur des Bildes, seine Wirkungsweise und seine Konstruktion ebenso wie das visuelle Resultat an sich. Lage um Lage bildet sich unter seinem Pinsel das Bild nicht nur als logisches Vorgehen, sondern als sichtbar werdender, geschichteter Prozess in der (Mal-)Zeit. In äußerster Verlangsamung entspricht dieser dem später reversierten, durchdringenden Blick und wird zum räumlichen Sehen in der Zeit. Wanker baut seine Bilder in bis zu 40 hauchzarten Schichten auf und reduziert dabei die malerische Handschrift bis hin zur Auslöschung. Aus dem reinem Pigment wird in der gründlich recherchierten und erprobten Mischung aus Mohnöl und Kunstharz – aber gänzlich ohne Deckweiß – lasierender Auftrag über lasierenden Auftrag gelegt; inhaltliche Form wird über formale Form geschichtet und nach und nach bildet sich eine durchscheinende, je nach Lichteinfall sich unterschiedlich mischende, oszillierende Struktur. Das Ergebnis ist eine ebenmäßig glatte Oberfläche, unter der sich eine technoide, künstliche Welt auftut. In ihr wachsen dreidimensionale Formen, die erst durch eingebaute Fehlstellen im Auftrag gebrochen werden. Durch das Ausreißen der Flächen oder das Ausfransen einer harten Umrandung werden sie in ihrer malerischen Perfektion durchdrungen. Durch die mancherorts verwendete Einlagerung von hauchdünner, spiegelnder Aluminiumfolie wird zusätzlich eine Tiefenstruktur erreicht, die das Bild zweifach verortet: Einerseits führt die spiegelglatte Fläche dazu, das Publikum und die jeweilige räumliche Situation in Ausdehnung und Licht zu reflektieren und mit einzubeziehen. Andererseits nimmt das Werk als Bildfenster die Betrachter mit in eine andere Realität – in die bewegten Tiefen des eigenen visuellen Denkens in Raum und Zeit.

Science and technology multiply around us. To an increasing extent they dictate the languages in which we speak and think. Either we use those languages, or we remain mute. (J. G. Ballard, from: Introduction to the

French edition of Crash (1973/1974), reprinted in Re/

Search no. 8/9, 1984

Die Bilderserien, die in den letzten Jahren entstanden, schwanken zwischen technoider Abstraktion, Visualisierung und Repräsentation und bedienen sich dabei eines visuellen Alphabets, welches sich der darstellenden Geometrie – also dem konstruktiven Verfahren der Projektion von dreidimensionalen Welten – bedient. Als reduzierte, elementare Landschaften scheinen in den Land(s)capes auch immer wieder Strukturen von Netzen auf, die an computergestützte Visualisierungen mathematischer Konzepte ebenso wie an paradigmatische Filme wie The Matrix denken lassen und dabei unsere Sehgewohnheiten nachhaltig veränderten. Linien und Felder treffen so z. B. in Land(s)capes (Zernetzung) von 2013 aufeinander und mimen dabei Zusammenstöße wie jene auf den Datenhighways des Informationszeitalters. Neben der gerichteten Linie verwendet Wanker aber immer wieder auch den Kreis und all seine perspektivisch abgeänderten Formen. In der Ellipse, der Hyperbel bis hin zur Klotoide – eine aus dem Autobahnbau bekannte Form der spiralförmigen und linear zunehmenden Krümmung – wird der Kreis dabei gezogen und bewegt. Als unendliche Linie in Bewegung ist er die perfekte Form an sich und wird in den Bildern – wie etwa in Hybrid Bastards – durchscheinend übereinander gelegt, gekippt, gedreht und in einen Schwebezustand versetzt, der den Slow-Motion- und Close-up-Aufnahmen aus der hyperrealen Welt des animierten Films eigen ist. In Land(s)capes (Feindliche Übernahme), 2014, hingegen treffen biomorphe Elemente aufeinander, deren Farbigkeit zwischen „hard“ und „soft edge“ verschwimmen. Wanker wendet dabei Techniken und Wirkweisen an, die aus den Allover-Strategien der Farbfeldmalerei ebenso entstammen, wie sie den bewegten Visualisierungen von organischen Zellstrukturen unter dem Elektronenmikroskop oder von weit entfernten stellaren Objekten durch die Linse eines Fernrohrs nachfühlen. Seine malerischen Objekte verbinden sich in Farbe und Form und befinden sich durch den verändernden Lichteinfall in einem Zustand des Driftens, das im Bild keine Endgültigkeit erfährt. Konsequenterweise steht nichts still in Wankers Bildern. Licht-, Farben-, aber auch Größenverhältnisse sind in situativen Kadenzen zu erspüren; explosionsartige Vermischungen finden statt. Von Micro zoomen wir direkt zu Macro, und so hat das Betrachten der Bilder Sprünge in der physischen Eigenwahrnehmung zur Folge. Wenn die Bilder trotz ihrer expressiven Farbigkeit eher kühl und distanziert wirken, nehmen sie in ihren Mischfarben, Linien, Lichtpunkten und dunklen Anziehungspunkten den Blick mit auf eine Wanderung durch die psychedelischen Gelände, entführen in Welten, die jenseits der offensichtlichen Oberfläche liegen. Nicht selten finden wir uns dabei in abtraumhaften, surrealen Bildern wieder, die von einer eigenartig sehnsuchtsvollen Zukunft schöpferischer Zerstörung sprechen. 

The uneasy marriage of reason and nightmare which has dominated the 20th Century has given birth to an increasingly surreal world. (James Graham Ballard, from: Introduction of a Genius, by Salvador Dali, 1974)

In der Geschichte der modernen Malerei war viel von ihrem Ende die Rede. Sogenannte «letzte Bilder» gehören zu ihrem festen Inventar. Die Frage nach dem Ende der Malerei oder sogar dem der Kunst allgemein hat sich radikalisiert und ist – seit dem letzten und gleichzeitig ersten neuen und puren Bild Malewitschs, nach den Krisen der technischen Reproduzierbarkeit sowie der Abbildbarkeit des Grauens nach dem 2. Weltkrieg – zu einer eminent gesellschaftlichen Frage geworden. Die Fragen nach Leben und Utopie nach der und in Erinnerung an die Katastrophe sind auch für die Kunst ein Faktor geworden, aus dem sich ihre Fragen und ihre Problematik ergeben. Die so der Kunst zufallende Aufgabe formulierte Adorno in seiner «Ästhetischen Theorie»: „So wenig wie Theorie vermag Kunst Utopie zu konkretisieren; nicht einmal negativ. Das Neue als Kryptogramm ist das Bild des Untergangs; nur durch dessen absolute Negativität spricht Kunst das Unaussprechliche aus, die Utopie.“

(Ästhetische Theorie, S. 55)

Extrahierter Hypothalamus ist der Titel der 2014 im Kunsthaus Mürz gezeigten Einzelausstellung, und deutet auf eine ebensolche Absolutheit hin, die Wankers Denken und Schaffen prägt. So ist der Hypothalamus als Zwischenhirn verantwortlich für die Steuerung des zentralen Nervensystems des Menschen und ist damit die bedeutendste Schnittstelle an der Konstruktion des Systems Mensch. Seine Extraktion führte unzweifelhaft zum Exitus und wäre wohl damit nach Adorno, eine in Schwarz.

Und genauso inszeniert Wanker seine Arbeiten in Mürz in zwei Gruppen: jene der Serien der ersten abstrakten Schaffensperiode der geometrisch strukturierten, schwarz-weißen Bilder, die hier ins schummrige Dunkel des Raumes leuchten. Gegenüber stehen dann die organischen, farbigen Welten im hellen, gleißenden Licht. Beides sind Untersuchungen des Sehens als Vorgang im reisenden Licht und seinem ganzen Spektrum, das in Sein oder Nicht-Sein den grundsätzlichen Ursprung hat. Als Gesamtvision bezeugt die Ausstellung die Endlichkeit des diesseitig Realen. Denn dies kann in einer wissenschaftsorientierten Sichtweise nur eine Marginalität des Sehens darstellen. Eine Marginalität, die ein abstraktes Zentrum besitzt: reine Bewegung.

Einzelausstellungen (Auszug):

2014 land[s]cape – Steiermarkhof, Graz, Österreich

2012 Melancholie einer Vorahnung, Steirischer Herbst,

Galerie Lendl, Graz, Österreich

2011 Klaus Wanker, new wall, Galerie Adler,

Frankfurt am Main, Deutschland

2008 Goldener Engl, Hall, Österreich (kuratiert von

Florian Steininger, BA-CA Kunstforum Wien)

2007 Enjoy Your Trip of Illusions, Mark Moore Gallery,

Santa Monica, USA

Illusion Unlimited, Galerie Adler,

Frankfurt am Main, Deutschland

2006 Coolness forever, Junge Kunst e. V., Wolfsburg,

Deutschland

2005 Here we go again, Galerie Adler,

Frankfurt am Main, Deutschland

2004 Scope London, featured artist mit Galerie Adler

2003 ISTAR 03/04, Galerie Adler (BigArt project),

Frankfurt am Main, Deutschland

2002 Galerie Arthouse, Dornbirn, Österreich

2001 BANG-BANG, Joanneum Ecksaal,

Steirischer Herbst, Graz, Österreich

2000 floating, Galerie Arthouse, Bregenz, Österreich,

careless drifting, Steinener Saal, Landhaus Graz,

Österreich, AW Corporation,

A.T. O.M., Schleifenmühlgasse, Wien,

Österreich

1999 cuts.Schnitte, Semperdepot Wien, Österreich

 

Preise:

Goldener Fügerpreis

Strabag Art Award 07


HOF-BIENNALE 02

ENERGIE – DIE KRAFT DER WEIBLICHKEIT

Ausstellung in der Hofgalerie im STEIERMARKHOF

„Wichtiges Statement für die weibliche Kunst“

Wenn die Hofbiennale 02 zum Thema Energie – Die Kraft der Weiblichkeit im Steiermarkhof über die Bühne geht, so ist das nicht nur ein wichtiger Moment für die Kunst in der Steiermark, sondern auch ein bedeutender Augenblick für Frauen in der Kunst. Frauen in der Kunst bezieht sich im zeitgenössischen Verständnis auf die jeweilige Situation von Frauen, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Die Ausstellung im Steiermarkhof zeigt einen aktuellen Abriss der gegenwärtigen Situation von zeitgenössischer Kunst in der Steiermark.

34 Künstlerinnen mit verschiedenen Techniken und Positionen präsentieren fast 100 Werke im Kunstbad, in der Hofgalerie sowie in der Tiefgalerie des Steiermarkhofs. Die Ausstellung ist kein top of, sondern sie spiegelt wichtige

Vertreterinnen der weiblichen Kunst in der Steiermark wider. In der Ausstellung geht es auch um das Selbstverständnis sowie um gesellschaftliche Positionen von Frauen in der Kunst.

Für unseren Kunstbetrieb ist es mir wichtig, die künstlerischen und kulturellen Leistungen von Frauen in der Kunst aufzuzeigen und ihnen eine Plattform zu geben.

Die Ausstellung ist nicht nur ein kraftvolles und wichtiges Statement für die weibliche Kunst, sondern auch ein Herantasten, ein Annehmen mit potenziellen Bestandteilen. Viele dieser weiblichen Positionen fordern den Betrachter / die Betrachterin heraus um mögliches Vorgefertigtes neu zu überdenken oder zu definieren. Es ist keine Klammer, sondern ein offener Prozess, der persönliche Interpretation offen lässt.

Ing. Johann Baumgartner, MAS

Kulturreferent im Steiermarkhof

Die Ausstellung ist noch bis zum 30.10.2014 in der Hofgalerie zu sehen.


HOF-BIENNALE 02

Foto: Heinz Pachernegg

ENERGIE – DIE KRAFT DER WEIBLICHKEIT

Ausstellung in der Hofgalerie im STEIERMARKHOF

Frauen in der bildenden Kunst

Die Leistungen von Frauen in der Kunst, ihr Beitrag zur männlich dominierten Kunstgeschichte wird gering geschätzt, manchmal sogar schlichtweg negiert. Frauen hatten als Musen oder aber als Aktmodelle zu fungieren, die andere Menschen, vornehmlich männliche Künstler, zu kreativen Leistungen anspornten oder inspirierten. Insbesondere in der bildenden Kunst hatten Frauen nur die Rolle des Materials von und für Männerfantasien inne.

In unterschiedlichen Gesellschaften und Zeiten ist belegt, dass Frauen künstlerische Fähigkeiten ganz abgesprochen wurden oder ihre künstlerische Betätigung behindert oder verhindert wurde. Das gilt auch noch für manche Kollegen im 20. Jahrhundert, als Salvatore Dali der Meinung war, dass Frauen zum Malen kein Talent hätten und sich auch noch Georg Baselitz voller Herablassung über die Fähigkeiten von Malerinnen äußerte.

Die Hofbiennale im Steiermarkhof will die gegenwärtige Situation in der Steiermark beleuchten und zeigt 34 äußerst unterschiedliche Positionen, die in dieser Kompilation noch nie präsentiert worden sind. Sie steht für die große Bandbreite an Stilen und Richtungen, die weibliche Repräsentantinnen unterschiedlicher Generationen in der heimischen Kunstszene abdecken.

„Energie – Die Kraft der Weiblichkeit“ intendiert keinen Überblick über die „wichtigsten“ Künstlerinnen der Steiermark und die vorherrschenden Tendenzen und Strömungen - sie will starke Künstlerinnen-Persönlichkeiten in den Vordergrund stellen, welche die heimische Kunstlandschaft in der Vergangenheit und in der Gegenwart bewegt und geprägt haben, und deren Stimmen in Verbindung mit ihrem herausragenden künstlerischen Schaffen auch in der Zukunft Gewicht haben werden.

Wenn sie sich, jenseits aller Vorurteile, unter einander stärker vernetzen könnten und wollten, könnten sie die Präsenz weiblicher Anteile in Kunst und Kultur in der Steiermark entscheidend erhöhen. Vielleicht wäre das ein gemeinsames Ziel dieser Hofbiennale? (Edith Risse)

Die Ausstellung ist noch bis zum 30.10.2014 in der Hofgalerie zu sehen.


Präsentation des Hirnschmalzzählers

Foto: Heinz Pachernegg
Foto: Heinz Pachernegg
Foto: Heinz Pachernegg
Foto: Christine Kipper
Foto: Christine Kipper
Foto: Christine Kipper

EHRENGÄSTE              

Ök.-Rat Franz Titschenbacher, Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark

Johann Seitinger, Agrarlandesrat der Steiermark

Mag. Siegfried Nagl, Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz

 

Erster europäischer Hirnschmalzzähler

Wieviel „Denkenergie“ steckt im Steiermarkhof?

Der Steiermarkhof wird jährlich von bis zu 50.000 Personen im Zuge von Seminaren und Kulturveranstaltungen besucht. Es erschien als eine große Herausforderung, die Energie, die durch das Haus fließt, visualisieren zu können. Bildung ist Denken, und Denken braucht Energie – dieser Ansatz brachte uns zur „Denkenergie“. Daher stellte sich die Frage, wie diese Energie messbar gemacht werden könnte. Als Basis dafür diente die durchschnittliche Gehirnleistung, welche 23 Watt pro Stunde beträgt.

Die Funktionsweise

Der Hirnschmalzzähler befindet sich im Eingangsbereich und registriert jede/n einzelne/n BesucherIn des Steiermarkhofs, indem sich die angezeigte Anzahl der verbrauchten Watt pro Stunde ändert. Mit dem Eintreten eines/einer Besuchers/Besucherin erhöht sich die angegebene Wattzahl, mit dem Verlassen sinkt die Wattzahl entsprechend nach unten.

Das Ziel

Ziel ist es, den Gästen des Hauses visuell zu zeigen, wie viel „Denkenergie“ im Steiermarkhof fließt. Es soll sichtbar werden, dass jede/r Einzelne/r mit seiner „Denkenergie“ zu der angegebenen Zahl beiträgt. Mit dieser Idee gelingt es dem Steiermarkhof als wahrscheinlich erstem europäischem Bildungshaus, Bildung sichtbar zu machen.

Die jährliche Energie des Steiermarkhofs beträgt zirka 9. 000 000 Watt.

Damit kann man im Alltag…

Ø  9000 Maschinen Wäsche waschen 

Ø  135.000 Hemden bügeln

Ø  9000 Hefekuchen backen

Ø  630.000 Tassen Kaffee kochen

Ø  9000 Mittagessen für 4 Personen auf dem Elektroherd kochen

Ø  1.197.000 Scheiben Brot toasten

 

Technische Entwicklung: Werbeagentur 1000 Ideen

Was ist Bildung? Bildung entsteht durch Denken.

Was braucht Denken? Energie - 23 Watt pro Stunde

Es gibt alleine in Europa 10.000 Bildungseinrichtungen, Schulen, Universitäten. Wo sehen die Lernenden welche Energie sie als Einzelne und in der Gruppe freisetzen können.

Vermutlich hier in dieser Form weltweit das erste Mal.

Von der Idee zur Umsetzung war es aber noch ein weiter Weg. Das ist ein Prototyp. Vom Hintergrundbild bis zur Anzeige war alles zu designen. Wir haben ein halbes Dutzend Entwürfe gemacht und dann durchdiskutiert und ausgewählt. Wir haben recherchiert welche Wattanzahl was entspricht und so sind wir darauf gekommen, dass die Denkenergie, die an einem Tag im Steiermarkhof durchschnittlich entsteht, der Leistung von einem Kleinwagen ist.

Die verschiedenen Leistungsstufen sind alle illustriert worden. Ebenso liefert das Auslösen von diesem Buzzer bemerkenswerte Wissensfragen. Der Hirnschmalzzähler zählt die Personen beim Hineingehen und beim Hinausgehen und rechnet die Leistung sekundengenau ab. Es gibt viele Möglichkeiten Personen zu zählen, wir haben uns für ein Videosystem entschieden, die Genauigkeit liegt über 97%. (Gesichtserkennung gibt es keine!).

Damit der Hirnschmalzzähler so läuft wurden 2.000 Zeilen Programmcode entwickelt mit den Komponenten abgestimmt und getestet. Woher kommt der Hirnschmalzzähler? Der Monitor von einem Grazer Elektrohändler, der PC aus Deutschland, der Buzzer kommt aus den USA und die Halterung für den Buzzer von einem Andritzer Tischler, das Hintergrund Sujet von einer Grazer Druckerei.

Fakten:

Entwicklungszeitraum 6 Monate

2.000 Zeilen Programmcode

Genauigkeit liegt über 97%

Denken verursacht eine Energie > 23 Watt pro Stunde/Person

Jährliche Denkenergie im Steiermarkhof beträgt

(50.000 KursteilnehmerInnen)  9.000.000 Watt


Abschlusskonzert: Academy percussion meets identity

ACADEMY | PERCUSSION MEETS IDENTITY 2014

heuer erstmals in der Steiermark

 

In der dritten Juli-Woche wurde Graz Mittelpunkt für über 20 Percussion-Nachwuchstalente aus Europa, Asien und Südamerika. Nach zwei Jahren in Kärnten am Ossiacher See, fand die ACADEMY | PERCUSSION MEETS IDENTITY im Steiermarkhof in Graz ein sehr geeignetes, neues Zuhause und einen guten Kooperationspartner.

 

Während der einwöchigen Meisterklasse hatten die Teilnehmer/innen täglich Einzel- und Ensembleunterricht bei einem von Ulrike Stadler, der künstlerische Leiterin, hervorragend zusammengestellten Team aus international bekannten Dozentinnen und Dozenten. Wer war dieses Jahr dabei? Katarzyna Mycka (Marimbasolistin), Raphael Haeger (Berliner Philharmoniker), Anton Mittermayr (Wiener Philharmoniker)  und David Friedman (Vibraphonist). Die Teilnehmer/innen wissen das zu schätzen und kommen auch aus diesem Grund sehr gerne, weil sie hier Spezialist/innen ihres Fachs antreffen. „Von jedem Instrument trifft man hier die weltbesten Musikerinnen und Musiker“ sagt Andreas Triefenbach.

 

Neben der Vertiefung der musikalischen Fertigkeiten bot die ACADEMY ihren Teilnehmerinnen und Teilnehmern intensives Persönlichkeitstraining, das von Idee und Weg (www.ideeundweg.at) gestaltet wurde. Heidemarie Zuder, eine der beiden Trainerinnen: „Wir möchten die Ressourcen der jungen Musikerinnen und Musiker stärken. Eine kraftvolle Persönlichkeit ist ein unabdingbar notwendiges Fundament jedes musikalischen Ausdrucks und jeder gelungenen Performance.“ Diese Arbeit an den Ressourcen geschieht in Workshops und Einzelstunden und durch den Einsatz verschiedenster Methoden unter Berücksichtigung aktuellster Erkenntnisse der Neurowisschenschaften und der Psychologie. „Wir geben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Persönlichkeitstools mit, die sie befähigen, den vielfältigen Anforderungen in professioneller Weise zu begegnen und standzuhalten – z.B. Wissen um die Beziehung von Gefühlen, Körper und Kognition und dessen Nutzung, und vieles mehr.“ sagt Petra Gründl, Trainerin und administrative Leiterin der ACADEMY.

 

Die Kombination aus Percussion und Identity kommt bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut an. Peter Fleckenstein, Teilnehmer aus Deutschland, sagte am letzten Tag der Meisterklasse: „Ich hatte Interesse gerade an dieser Kombination. Man hat endlich mal Zeit, die man sich sonst nicht nimmt, und denkt über sich nach, fokussiert sich, richtet sich neu auf ein bestimmtes Ziel ein. Meine Erwartungen wurden jedenfalls erfüllt und sogar übertroffen! Mich hat’s riesig weitergebracht diese Woche.“

 

Andreas Triefenbach, ein weiterer Identity-Teilnehmer und bereits das dritte Mal bei der ACADEMY, findet, dass sich Identity jedenfalls lohnt. „Es macht Spaß, ist abwechslungsreich (heuer mit einem kleinen Lachyoga-Workshop, im letzten Jahr mit mehreren Körpersprachentrainings) und fördert die persönliche Entwicklung. Und beim Konzert kann man dann ausprobieren, was man die Woche über gelernt und erfahren hat. Der Kurs ist wirklich ganz einzigartig und jedes Geld wert!“

 

Apropos Konzert: Ulrike Stadler bereitete mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der ACADEMY die Ensemblestücke dafür vor und zeigte in der Auswahl der Stücke viel Geschick. In einer tollen Kombination aus Solostücken, Duetten und Ensembleauftritten konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Können zeigen und wurden mit begeisterten Ovationen belohnt.

 

Zum Abschluss noch ein paar Zeilen von David Friedman, aus dem Flugzeug auf dem Rückweg nach Berlin gemailt: „Fünf Tage lang ging es nur um Musik. Herrlich! Bei mir mit Schwerpunkt Vibraphon und Marimba. 23 talentierte junge Perkussionistinnen und Perkussionisten durften ihrer Leidenschaft nachgehen mit ebenso leidenschaftlicher Unterstützung von fünf Musikerpersönlichkeiten aus der vielfältigen Welt des Schlagwerks, plus Heidemarie Zuder und Petra Gründl Persönlichkeitstraining. Fünf Tage neuer musikalischer Ansätze, Anregungen, Klänge, Pausen, wieder neue Klänge, von früh morgens bis in die späten Nachtstunden. PERCUSSION MEETS IDENTITY hat's möglich gemacht!“

 


Trendabend und Trendtag 2014

[KUNSTBAD GRAZ]
[KUNSTBAD GRAZ]
Mag. Claudia Brandstätter
Mag. Claudia Brandstätter

Unter dem Thema "Ungewöhnliche Bilder entstehen durch ungewöhnliche Orte" lud der Steiermarkof am 8. Mai 2014 zum Trendabend ins [KUNSTBAD GRAZ].

Frau Mag.a Claudia vom Ersten Steirischen Trendbüro führte vor Augen, wie wichtig ein ungewöhnlicher Weg zum Erfolg ist. Es stellte sich die Frage, womit man heute noch positiv auffallen und den eigenen Standort thematisieren kann. Klar ist, dass Trends und Erfolge dort entstehen, wo emotionale Impulse gesetzt werden. Das [KUNSTBAD GRAZ] als außergewöhnliche Location zeigt, dass ein still gelegtes Schwimmbad interessante Gestaltungsräume bietet.

 

Wie Mann/Frau erfolgreich die eigene Schwimmbahn trendig bewegen kann, war Thema des ersten Trendtages im [KUNSTBAD GRAZ]. Schwimmen neu lernen und viele Trends hören lautete das Motto der Veranstaltung. 

Frau Mag.a  Brandstätter machte klar, dass es nicht nur um Bekanntheit und Wissen geht, sondern um Relevanz. Kompetenz, Leidenschaft, Verständnis, Treue und Loyalität sind ausschlaggebende Faktoren. Der permanente Kundendialog wird zukünftig entscheidend für den Erfolg sein.

 

Der Termin für den TRENDTAG 2015  steht schon fest. Am 6.5.2014 lädt der Steiermarkhof in Zusammenarbeit mit Frau Mag.a Brandsätter wieder zum Seminar ins [KUNSTBAD GRAZ].


Neues Wahrzeichen am Steiermarkhof

v.l. Landesrat Johann Seitinger, der Steirer mit Weitblick, Künstler Dieter Kunz und Ök.-Rat Gerhard Wlodkowski
v.l. Landesrat Johann Seitinger, der Steirer mit Weitblick, Künstler Dieter Kunz und Ök.-Rat Gerhard Wlodkowski

Dieter Kunz/Steirer mit Weitblick: Austria – Australia

Der Steiermarkhof hat ein neues Wahrzeichen! Ab sofort ziert eine Plastik „Steirer mit Weitblick“ den neuen Haupteingang zum Steiermarkhofs. Dass Austria oft mit Australia verwechselt wird, nahm der Künstler Dieter Kunz zum Anlass für dieses spannende und humoristische Kunstwerk: Ein Steirer mit Kürbis unter dem Arm späht durch ein Loch (12.762 km) nach Australien, hinter ihm beobachtet ein Känguru den Steirer mit Weitblick.

Mit zünftiger Musik der Trachtenkapelle Wetzelsdorf und der Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste wie Ök.-Rat Gerhard Wlodkowski, Landesrat Johann Seitinger, Kammeramtsdirektor DI Werner Brugner Leiter DI Dieter Frei sowie die Mitglieder der Kammervollversammlung, wurde das neue Wahrzeichen des Steiermarkhofs feierlich enthüllt. Dem Kulturreferenten des Steiermarkhofs Ing. Johann Baumgartner ist es gelungen, den im Stockholm lebenden Künstler und Steirer „Dieter Kunz“ für dieses neue Wahrzeichen zu gewinnen.

 

 


Neues Bildungsmagazin im STEIERMARKHOF

Das 1. österreichische Bildungsmagazin mit Seminarangeboten ist online

Ziel unseres ersten österreichischen Bildungsmagazins ist es, nicht wie bisher nur über die verschiedenen Bildungsangebote unserer vier Schwerpunkte zu informieren, sondern gleichzeitig ein interessantes Magazin mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung zu schaffen.

So setzt sich Mag.a Angelika Vauti-Scheucher (Geschäftsführerin der Kulturservicegesellschaft des Landes Steiermark) mit Kunst und Bildung auseinander. Im Bereich Kreatives Gestalten wird auf die verschiedenen gesellschaftlichen Trends eingegangen, mit dem Überbegriff „do it yourself“. Warum Selbstgemachtes wieder boomt, warum städtische Strick-Cafés und Nähkurse entstehen und die Produkte über Internetplattformen gehandelt werden. Genauer wird auch beleuchtet, welche Trends es in der Arbeitswelt gibt und welche Wünsche und Sehnsüchte die Menschen bewegen.

Über die bewusste Ernährung und Gesundheit bis hin zum Thema Herzensbildung erfahren Sie alles über die neuesten Erkenntnisse aus diesen Bereichen. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine intensive Verbindung zwischen dem Gehirn, dem Herz, und auch dem Bauch gegeben ist. Das heißt, alte Sprichwörter wie „Das Herz am richtigen Fleck haben“ oder „Ein gutes Bauchgefühl haben“ können mittlerweile medizinisch nachgewiesen werde.

Am 10.10.2013 wird es zudem einen Bildungsauftakt, mit Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Franz Kolland, geben, welcher ganz unter dem Motto „Die Neugierde bleibt ewig jung. Bildung und Älterwerden im Wandel“ steht.

DI Dieter Frei
[Leiter des Steiermarkhofs]


„Prof. Giselbert Hoke (85) zeigt in Graz seine neuen Lebenslinien“

v.l.n.r. Ing. Johann Baumgartner, Prof. Giselbert Hoke, Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann
v.l.n.r. Ing. Johann Baumgartner, Prof. Giselbert Hoke, Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann

„Giselbert Hoke“ - ein bedeutender österreichischer Maler mit internationalem Format

Die Hofgalerie im Steiermarkhof widmet dem großen österreichischen Künstler und ehem. Univ. Professor Giselbert Hoke eine ausgedehnte Personale. Über 300 Gäste sowie zahlreiche Ehrengäste aus Kunst, Politik, Wirtschaft und Kirche kamen  und zollten dem Künstler Respekt und Anerkennung (Steirische Diözesanbischof und stellvertretender Leiter der österreichischen Bischofskonferenz Dr. Egon Kapellari, Kultur- und Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann, die Präsidentin der Grazer Sezession Linda Leeb, Präsident des  Kunstvereins Werkbund Curt Schnecker, Präsidentin der BV –Stmk. Dr. Beate Landen, Direktorin der Österr. Nationalbank-Süd Claudia Macheiner…).

Eröffnet wurde die Ausstellung „Lebenslinien“ durch den steirischen Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann.

 

Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann…

Von Graz aus nach Süden Reisende kennen ihn alle – den Sonnenturm am Autobahnrastplatz Twimberg an der steirisch-kärntnerischen Landesgrenze. Der Sonnenturm ist eines der bekanntesten Werke des 1927 in Nordböhmen geborenen Künstlers Giselbert Hoke. Auch der Standort an der Grenze zwischen der Steiermark und Kärnten ist nicht zufällig gewählt, hat Hoke doch in Kärnten gewirkt und Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts an der Technischen Universität Graz das Institut für Künstlerische Gestaltung aufgebaut.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören u. a. die Fresken in der Abt-Kapelle des Stiftes Rein, Emailwände in der Zentralschule Zeltweg, Glasfenster in der gotischen Kirche in Gnas sowie die legendären Fresken im Klagenfurter Bahnhof.

Der Steiermarkhof widmet den Höhepunkt seiner diesjährigen Ausstellungen einer umfangreichen Personale von Giselbert Hoke. Sie trägt den Titel „Lebenslinien“ und der Künstler stellt die Frage nach der Sichtbarkeit unserer Welt bzw. was unsere Welt denn heute wäre. Er ist der Meinung, dass, „wenn alles in die Luft geht, Nada (Nichts) übrig bleibt“. Demgemäß treten uns seine sogenannten „Nada-Bilder“ als gegenstandslose und namenlose Bilder gegenüber, die uns aber dennoch fragen lassen (sollen?): „Was bleibt?“

Ich gratuliere der Hofgalerie des Steiermarkhofes, dass es ihrem Kurator, Ing. Johann Baumgartner, gelungen ist, diesen bedeutenden Künstler zu gewinnen und wünsche Ihnen beeindruckende Momente mit den Werken von Giselbert Hoke.

 

Die Ausstellung mit insgesamt 33 Werken präsentiert vier große Lebenslinien:

Nadabilder (2004)

Palettenbilder (2010-2013)

Gouachen (v. 1994-2013)

Goblins (Die Gaukler, C+C)

 

Kulturreferent, Steiermarkhof  Ing. Johann Baumgartner…

In erster Linie sind es Lebenslinien …

Wenn sich der große österreichische Maler und Denker Giselbert Hoke mit einer Ausstellung unter dem Titel „Lebenslinien“ in der Hofgalerie des Steiermarkhofs, dem Kultur- und Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer Steiermark, präsentiert, dann ist das auch ein wichtiger Moment für die Kunst in Österreich. Professor Giselbert Hoke zählt zu den bedeutendsten österreichischen Gegenwartskünstlern des 21. Jahrhunderts. Mit seinem eigenständigen Weg in der Kunst stieß er oft an die Grenzen der Akzeptanz, wie etwa 1956 bei der Enthüllung der Fresken auf dem Klagenfurter Bahnhof, heute gelten die Fresken als bedeutendes Beispiel der österreichischen Monumentalmalerei nach 1945.

Konfrontation und Einheit zeigt er in seinen Plattenbildern, die die Formsprache in den Nada-Bildern widerspiegelt. Als Universitätsprofessor leitete er über 20 Jahre lang das Institut für Künstlerische Gestaltung an der Technischen Universität in Graz. In dieser Zeit führte er viele ArchitekturstudentInnen an die Kunst heran, dafür gilt ihm größter Dank und Anerkennung. Prof. Giselbert Hoke präsentiert sich in seiner aktuellen Ausstellung „Lebenslinien“ als provokant und erneuernd. Es ist für ihn wichtig, in der Malerei authentisch und ehrlich zu bleiben. Hoke hat sich nie nach Modetrends gerichtet, er ist kein Opportunist, sondern ein Grenzgänger der Moderne mit kunsthistorischem Hintergrund. Mit seinen aktuellen gegenstandslosen Darstellungen zeigt er uns neue Lebenslinien, die von Kraft und Einfachheit geprägt sind. Sein internationales Format in der bildenden Kunst spiegelt sich in vielen Museen und Ausstellungen in Europa und weltweit wider (z. B. Albertina in Wien, Berlin, Tokio, MMKK Klagenfurt, Villa Manin und Privatgalerien in Österreich, Schweiz, Italien, Peru).

 

Programm zur Ausstellung:

Midissage • Mittwoch, 12. Juni 2013
Führung von 18.30 Uhr bis 19.00 Uhr
Andrea Fian [Joanneum Graz]

Finissage • Mittwoch, 10. Juli 2013
Führung von 18.30 Uhr bis 19.00 Uhr
Andrea Fian [Joanneum Graz] Anschließende Abschlussdiskussion mit Frau Mag.a Ilse Amenitsch [Leiterin der Kulturredaktion, ORF-Steiermark]

 

Der Künstler Professor Giselbert Hoke ist bei jedem Termin persönlich anwesend!
Die Ausstellung ist noch bis zum 11. Juli 2013 täglich von 7.30-19.30 Uhr zu besichtigen. Sonntags und feiertags auf Anfrage.  

 

Foto: CP- Pictures, Eröffnung mit dem Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann


Der Steiermarkhof ist eröffnet!

Bild (Pachernegg): Der neue Steiermarkhof ist eröffnet. Im Bild: Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (m.), LK-Präsident Gerhard Wlodkowski (2.v.l.), Bürgermeister Siegfried Nagel (2.v.r.), Landesrat Johann Seitinger (1.v.r.) und Kammerdirektor Werner Brugner (1.v.l.).
Foto Pachernegg

Nach nur einer achtmonatigen Umbau- und Sanierungsphase wurde der Steiermarkhof (ehemals Raiffeisenhof) heute eröffnet. Dazu Präsident Gerhard Wlodkowski: „Als offenes Haus ist der Steiermarkhof die Bildungsschmiede für die bäuerliche und ländliche Bevölkerung, wobei das hier erworbene Wissen in die Regionen getragen wird und somit den ländlichen Raum stärkt. Gleichzeitig ist der Steiermarkhof auch eine wichtige Begegnungsstätte zwischen Stadt und Land.“

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Bild (Pachernegg): Der neue Steiermarkhof ist eröffnet. Im Bild: Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (m.), LK-Präsident Gerhard Wlodkowski (2.v.l.), Bürgermeister Siegfried Nagel (2.v.r.), Landesrat Johann Seitinger (1.v.r.) und Kammerdirektor Werner Brugner (1.v.l.).


Raiffeisenhof wird zum Steiermarkhof

Quelle: Stadt Graz Website, 27.02.2013

Nach acht Monaten Umbau und Sanierung wurde heute eröffnet

"Nach einer nur achtmonatigen Umbau- und Sanierungsphase firmiert das Bildungshaus der Landwirtschaftskammer - der ehemalige Grazer Raiffeisenhof - unter dem neuen Namen Steiermarkhof", betonte Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski anlässlich der heutigen Eröffnung. Und weiter: "Als offenes Haus ist der Steiermarkhof die Bildungsschmiede für die bäuerliche und ländliche Bevölkerung, wobei das hier erworbene Wissen in die Regionen getragen wird und somit den ländlichen Raum stärkt. Gleichzeitig ist der Steiermarkhof auch eine wichtige Begegnungsstätte zwischen Stadt und Land."

Neu: Steiermark-Saal, Seminarräume und erneuerte Zimmer

"Bilden, tagen, nächtigen und feiern heißt das neue unverkennbare Motto des Steiermarkhofes", betonte Wlodkowski ferner. Neu für alle Bildungshungrigen aus Stadt und Land sind der technisch modernst ausgestattete Steiermarksaal, der bis 400 Personen für Tagungen, Konferenzen und Veranstaltungen Platz bietet. Zu den bisher zwölf Seminarräumen kommen vier neue erstklassig ausgestattete, klimatisierte Seminarräume hinzu. Außerdem wurden im Zuge der Sanierungsarbeiten die Zimmer erneuert und 300 neue Parkplätze geschaffen. Die Zahlen unterstreichen einmal mehr das große Bildungsinteresse: 1.500 Weiterbildungsveranstaltungen, 40.000 TeilnehmerInnen und 9.000 Nächtigungen. Wlodkowski: "Unser Ziel ist die Teilnehmerzahl auf 50.000 zu erhöhen."

Grüne Mark im Kleinen

"Im Steiermarkhof findet sich die Grüne Mark im Kleinen", führte Wlodkowski ferner aus. Der am Stadtrand gelegene Steiermarkhof bietet nicht nur Bildung im Grünen, alle Seminarräume sind nach steirischen Regionen und Bergen und die erneuerten Zimmer nach heimischen land- und forstwirtschaftlichen Produkten genannt. So heißen die Seminarräume beispielsweise Dachstein, Kulm, Schilcherland oder Apfelstraße. Nächtigen kann man beispielsweise im steirischen Apfelzimmer, im steirischen Kürbiskernölzimmer oder im Pöllauer Hirschbirnenzimmer.

Dialog zwischen Stadt und Land

Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl betonte: "Wir brauchen den Steiermarkhof als Bildungszentrum und Treffpunkt für Kulturschaffende in unserer rasch wachsenden Stadt sehr dringend." Und weiter: "Der neue Steiermarkhof ist ideal für Vernissagen, Workshops, Musikabende und ein idealer Ort des Dialoges zwischen Stadt und Land."

Wichtiger Beitrag für ein gutes Miteinander

Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer ergänzte:"Der neue Steiermarkhof ist quasi ein wichtiges und prägendes Trainingslager für Stadt und Land. Trainiert werden hier die geistigen Kräfte unseres Landes, die vor allem in den Regionen wichtige Entwicklungsschritte setzen". Und weiter: "Der Steiermarkhof führt aber auch Stadt und Land zusammen und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein gutes Miteinander und ist wichtiger Treffpunkt zwischen städtischer und urbaner Bevölkerung."

Der Mensch im Zentrum

Landesrat Johann Seitinger zeigte sich über das Konzept des neuen Steiermarkhofes begeistert: "Im Zentrum unserer Bildungsarbeit steht immer der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Und ein Grundbedürfnis mit höchstem Rechts- und Qualitätsanspruch ist die Bildung. Der alte Raiffeisenhof war seit Anbeginn an immer auch ein Zentrum innovativer Menschen. Gewiss wird dieser gute Zukunftsgarant auch im neuen Steiermarkhof seine erfüllende Wirkung haben. Innovation gepaart mit Tradition war das Erfolgsgeheimnis und wird es auch bleiben."

Treffpunkt für die bildende Kunst und Ort für Weiterbildung

Für Kammerdirektor Werner Brugner ist der Steiermarkhof neben den zahlreichen Weiterbildungsveranstaltungen für die bäuerliche und ländliche Bevölkerung ein sehr wichtiger Treffpunkt für Künstler und Kulturinteressierte, gleichsam ein Zentrum für die bildende Kunst. Darüber hinaus bietet er Firmen und Gewerbetreibenden ideale Schulungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter.

Infos: Rosemarie Wilhelm, Landwirtschaftskammer Steiermark
Tel. +43 316 8050-1280, Mobil: +43 664 18 36 360


Neueröffnung: "Raiffeisenhof" wird zum "Steiermarkhof"

Quelle: Kleine Zeitung online, 27.02.2013

Der Raiffeisenhof in Graz, eine Bildungseinrichtung mit Hotelkomponente im Westen von Graz, ist umgebaut und als "Steiermarkhof" am Mittwoch wieder eröffnet worden. 4,5 Millionen Euro wurden investiert, in einen Saal, neue Seminarräume und die Renovierung der Zimmer.

Die Umbau- und Sanierungsarbeiten, die acht Monate dauerten, wurden von Land, Stadt Graz und Bund mit zwei Millionen Euro unterstützt, teilte die Kammer mit. Im "Steiermarkhof" findet sich die Grüne Mark im Kleinen wieder: Die Seminarräume sind nach Regionen und Bergen, die erneuerten Zimmer nach heimischen land- und forstwirtschaftlichen Produkten genannt. So tagt man z.B. im "Dachstein" oder im "Schilcherland", nächtigen kann man u.a. im Apfel- oder im Kürbiskernölzimmer.

Seit 1971 fungierte der Raiffeisenhof als Bildungshaus, dessen Einrichtungen auch gerne gemietet werden und das sich in den vergangenen Jahren auch zu einer wichtigen Adresse für Kulturveranstaltungen und Ausstellungen mauserte. "Als offenes Haus ist der Steiermarkhof die Bildungsschmiede für die bäuerliche und ländliche Bevölkerung und zugleich ein Treffpunkt von Stadt und Land", erklärte Kammerpräsident Gerhard Wlodkowski.